Ruedi Noser
Ruedi Noser
27.09.2019

Die Legislatur geht zu Ende

Fünfzehn Parlamentssessionen liegen hinter uns. Fünfzehnmal drei Wochen dicht gedrängt mit Ratsgeschäften, Differenzbereinigungen, Fraktionssitzungen, Gruppentreffen, Einigungskonferenzen. Davor und danach die Kommissionsarbeit, die im Ständerat besonders wichtig und intensiv ist. Gespickt mit Podien und Wahlveranstaltungen im ganzen Kanton Zürich waren die drei vergangenen Sessionswochen noch intensiver als üblich. 

Fünfzehn Sessionen bedeuten auch fünfzehn Sessionsberichte (nachzulesen hier). Als Daniel Jositsch und ich im Herbst 2015 ins Stöckli gewählt wurden, haben wir beschlossen, am Ende jeder Session gemeinsam über wichtige Geschäfte zu informieren. Das war neu und irgendwie unerhört. Zwei Vertreter grosser Parteien, die das Heu bekanntlich nicht immer auf derselben Bühne haben, kommunizieren gemeinsam? Ja, weil wir der Überzeugung sind, mit guter und kollegialer Zusammenarbeit mehr für den Kanton Zürich zu erreichen. Die Zürcher Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben uns gewählt, um ihre Anliegen in Bern wirksam zu vertreten, nicht um uns gegenseitig zu neutralisieren. In Zürich bringt jeder seine Argumente ein, wir handeln Kompromisse aus und ja, manchmal streiten wir auch. Aber in Bern treten wir in für den Kanton wichtigen Geschäften mit geeinter Stimme auf, weil der Kanton Zürich als bevölkerungsreichster und wirtschaftlich bedeutendster Kanton nichts anderes als eine starke Standesstimme verdient.

Mit dem vorliegenden Sessionsbericht endet die aktuelle Legislaturperiode – am 20. Oktober wählt die Schweiz ein neues Parlament. Meine grösste Bitte an Sie lautet: Gehen Sie wählen. Nutzen Sie die Möglichkeit zur Mitsprache und bestimmen Sie mit, wie Ihre Anliegen in Bern wirksam repräsentiert werden. Ich würde mich freuen, den Kanton Zürich für weitere vier Jahre vertreten und mit der Wintersession 2019 an die Tradition des Sessionsberichtes anknüpfen zu dürfen.